Traum 5: Ich bin Ich

Ich befindet mich in einer Passage in einem ebenerdigen Einkaufsgebäude. Ich warte auf drei weitere Menschen. Nachdem sie eintreffen, laufen wir gemeinsam weiter durch die Passage. Es sind eine Frau und zwei Männer, die ich im wachen Zustand nicht kenne, aber aus meinen Träumen nur zu gut.

Wir laufen zusammen an einen Tisch, an dem uns bereits unser Auftraggeber erwartet. Er ist ungeduldig, wie immer. Doch heute sind wir auch wirklich spät dran. Jeder von uns persönlich, wird von ihm an einen von vier Tischen geführt. Wir legen uns darauf, jeder auf seinen Tisch.

Er beginnt mit einem Eingriff. Bei jedem von uns der Reihe nach, wobei das normalerweise seine Angestellten und Anhänger machen. Ich bin die letzte. Ich liege da und warte. Ich bin nicht nervös, sondern eher gelangweilt. Endlich bin ich an der Reihe.

Er tritt an mich heran und sieht mich an. Sein Blick ist wütend. Doch dann entspannt er sich. Er lächelt mich an. Er nimmt meinen Unterarm in die eine Hand. In der anderen hat er eine Spritze.

„Teil- oder Vollnarkose?“, will er mit einem Lächeln von mir wissen. Ich grinse ihn vollkommen high an und meine, dass er das doch besser wisse. Schließlich mache er das nicht zum ersten Mal bei mir.

„Teilnarkose reicht bei dir wohl“, meint er mit einem leicht skeptischen Blick zu mir. Damit gibt er mir die Spritze und ich trete kurz darauf plötzlich weg. Aber nicht für lange. Ich bin fast sofort wieder da und bei klaren Verstand.

Traum 4: Neu Geboren

Neu geboren

Ich bin in einer Gruppe von Menschen unterwegs. Es sind etwa 30 Menschen, angeführt von 3 Männern. Wir laufen über Feldwege. Alles um uns herum ist trüb und in ein fades Licht getaucht. Die Sonne scheint weit entfernt und nicht erreichbar zu sein. Wir müssen zusammenhalten, denn alles um uns herum liegt in Schutt und Asche.

Wir erreichen ein großes Gebäude, das stark in die Länge gezogen ist, und betreten es gemeinsam. Die Menschen unterhalten sich über belanglose Sachen, um sich von den Tatsachen um sich herum zu distanzieren. Ich besuche eine Gruppe nach der anderen. Ich höre mir ihre Geschichten, ihre Sorgen, an. Und dann spreche ich ihnen Mut zu, so gut ich nur kann.

Ich lerne einen jungen Mann kennen. Er hat dunkle Haare und dunkle Augen. Ich kenne ihn aus meinem Alltag nicht. Er hat etwas an sich, dass mich fasziniert, ich aber zunächst nicht benennen kann. Er scheint eine Abneigung gegen mich zu haben, denn immer, wenn wir einander begegnen, ist er gemein zu mir und versucht mich zu provozieren. Ich lasse ihn so gut ich kann in Ruhe, obwohl er mich immer wieder verbal angreift. Um mich von ihm abzulenken, helfe ich bei der Nahrungssuche und auch dabei, die Verletzten zu verarzten. Es ist nicht das erste Mal, dass ich in meinen Träumen solchen Tätigkeiten nachgehen muss und ich bin inzwischen geübt darin. Nach und nach hat jeder Mensch seinen Platz, seine Aufgabe, und ich finde mich mit dieser Weltordnung nach und nach ab, denn ändern kann ich es ohnehin nicht.