Traum 1: Verlorene Erinnerungen

Traum vom 25.09.16, So: In einem Augenblick befinde ich mich noch auf einer Party. Im nächsten hat sich mein gesamtes Leben verändert und nichts ist mehr so, wie es einst war. Meine Freunde haben sich alle entwickelt. Doch ich scheine noch die gleiche zu sein.

Ich befinde mich auf einer Party bei mir zu Hause. Meine zwei Kumpels, nennen wir sie Nick und Max, sind bei mir zu Besuch. Mein Mann ist ebenfalls da. Wir trinken, spielen Spiele und haben zusammen Spaß. Doch dann verändert sich das Bild.

Ich wache in einem Bett auf, dass nicht das meine ist. Ich sehe mich im Raum um. Ich kenne ihn nicht. Ich stehe auf und taumle durch das Haus. Ich laufe Max in die Arme, der in der Küche ist. Kaum, dass er mich sieht, bekommt er einen panischen Gesichtsausdruck. Er kommt auf mich zugelaufen und legt beruhigend seine Hände auf meine Schulter. Er sieht mir tief in die Augen. „Hast du deine gelesen?“, fragt er mich. Er sieht anders aus. Älter. Reifer. Ich fühle mich verzweifelt und verunsichert.

Ich gehe zurück in das Zimmer. An der Wand, gegenüber vom Bett, hängt tatsächlich ein Zettel. Die Schrift darauf ist so groß, dass ich ihn unschwer vom Bett aus hätte lesen können sollen. Doch er ist mir einfach nicht aufgefallen. „Lies dein Tagebuch, bevor du das Zimmer verlässt!“ Also nehme ich das Tagebuch aus meiner Nachttischschublade und beginne zu lesen.

Daraus erfahre ich, dass ich kurz nach der Party einen Unfall hatte. Was es für ein Unfall war, wird an keiner Stelle des Tagebuches beschrieben. Ich konnte mich nicht erinnern und keiner wusste, was passiert war. Ich war schwer verletzt. Mein Mann nach dieser Sache verschwunden.

Max kümmert sich den ganzen Tag über um mich. Nach und nach erfahre ich, was aus seinem Leben geworden ist. Der ehemalige Soldat hat sein Abitur nachgeholt und Medizin studiert. Nun ist er Psychologe.

Am Nachmittag kommt Nick vorbei. Während es am Anfang schien, dass sich die beiden niemals richtig verstehen werden, sind sie nun die besten Freunde geworden. Ich fühle mich aufgeschmissen.

Am Abend, als ich schlafen gehen will und den letzten Tagebucheintrag für diesen Tag geschrieben habe, setzt sich Max neben mich an die Bettkante. Er beginnt in die Hände zu klatschen und sagt zu mir, dass ich einen Unfall hatte. Er hat diese Karriere nur gewählt, weil er mir helfen will, sich wieder erinnern zu können. Und jeden Abend, wenn er bei mir sitzt, ist er sich sicher, dass es am nächsten Tag klappen wird. Er glaubt den ganzen „Profis“ nicht, dass mein Gehirn keine Erinnerungen mehr speichern kann. Er hält das alles für eine Theorie. Und er ist sich sicher, dass mein Gehirn noch immer alle Erinnerungen speichert, sie jedoch durch einen Schutzmechanismus blockiert werden. Während er all das sagt, hält er meine Hand. Danach gehe ich schlafen.

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